Warum eigentlich hat sich der Kosmos und der über den Kosmos reflektierende Mensch entwickelt, wenn doch die heutige Physik zeigt, dass der Anfangszustand durch die Naturgesetze keinesfalls vollständig festgelegt ist? Zufall oder göttlicher Plan? Schließen einander wissenschaftliches Weltbild und religiöser Glauben aus – oder bedingen sie sich sogar gegenseitig? Unter dem Titel „Gottes Spuren in den Naturgesetzen – Ein Panorama der kosmischen Evolution“ wird der österreichische Physiker Walter Thirring am 30. Juni 2010 um 19 Uhr bei einer Veranstaltung im Haus der Begegnung der Diözese Innsbruck diesen und ähnlichen Fragen nachspüren. Mit Walter Thirring ist es der Internationalen Ferdinand-Ebner-Gesellschaft gelungen, den wichtigsten Vertreter der österreichischen Quantenphysik zu einem Vortrag nach Innsbruck zu laden. Mitveranstalter sind die Leopold-Franzens-Universität Innsbruck sowie das Institut für Systematische Theologie der Katholisch-theologischen Fakultät Innsbruck
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Sie kamen aus Salzburg, sie kamen aus dem Ländle und sie kamen aus Wien. Und noch nie durfte die Internationale Ferdinand-Ebner-Gesellschaft so viele Besucher bei einer ihrer Veranstaltungen begrüßen wie bei diesem Vortrag, der nur durch die Hilfe unserer Sponsoren Aigner und bongusto tirol möglich geworden ist. Rund fünfzig Mitglieder und Freunde der IFEG sowie viele Interessierte aus ganz andern Bereichen als denen der Geisteswissenschaften hatten sich am 16.4.2010 im Haus der Begegnung der Diözese Innsbruck eingefunden, um den Ausführungen des weltbekannten Quantenphysikers Herbert Pietschmann aus Wien zuzuhören. Unter dem Titel “Die Atomisierung der Gesellschaft und die Ich-Einsamkeit” hatte dieser nicht nur über den Inhalt seines letzten Buches, sondern auch über frappante Überschneidungen zwischen diesem und grundsätzlichen Gedanken Ferdinand Ebners gesprochen.
Ein Bericht in Bildern.
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„Handle so, dass du die Gottheit, sowohl in deiner Person als in der Person eines jeden anderen, jederzeit erkennst und niemals bloß als Mittel brauchst!“
(Herbert Pietschmann: Die Atomisierung der Gesellschaft – Der christliche Imperativ)
Herbert Pietschmann, Emeritus des Instituts für Theoretische Physik der Universität Wien, ist weltweit einer der wichtigsten Forscher im Bereich der Quantenmechanik. Doch neben seiner naturwissenschaftlichen Berufung beschäftigt er sich intensiv mit Fragen der gegenwärtigen Gesellschaft. Dabei weist es sich, dass zwischen seinem Denken und dem von Ferdinand Ebner eine Reihe von Überschneidungen bestehen.
Auf Einladung der Internationalen Ferdinand-Ebner-Gesellschaft wird Herbert Pietschmann am 16. April 2010 um 19:30 Uhr im Haus der Begegnung der Diözese Innsbruck unter dem Titel „Die Atomisierung der Gesellschaft und die Ich-Einsamkeit“ einen Vortrag halten. Wie immer sind alle Mitglieder und Freunde der IFEG sowie alle am Denken Ferdinand Ebners Interessierten ganz herzlich dazu eingeladen.
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Am 22. September 2009 hat sich der Todestag des Zwölftonkomponisten Josef Matthias Hauer zum 50. Mal gejährt. Diesem Anlass tragen wir auch in unserer Veranstaltungsreihe im Haus der Begegnung Rechnung. Waren Ferdinand Ebner und Josef Matthias Hauer doch einige Zeit gut befreundet und haben einander auch geistig befruchtet. Und so freuen wir uns, dass es uns gelungen ist, den Wiener Neustädter Musiker Robert Michael Weiß zu einem Vortrag nach Innsbruck zu bringen. Der Vortrag wird stattfinden am 4. Dezember 2009, um 19:30 im Haus der Begegnung in Innsbruck. Unter dem Titel „Wortgedanken und musikalische Realitäten. Josef Matthias Hauer und Ferdinand Ebner im Wechselspiel ihrer Grundlagenforschungen“ wird der Referent auf Einflüsse, Parallelen und Gegensätze zwischen dem Denker Ebner und dem Musiker Hauer eingehen und als Grundlage dafür gemeinsam mit dem Auditorium ein Hauersches Zwölftonspiel zusammenstellen.
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Wir können es getrost als einen Meilenstein der Ferdinand-Ebner-Forschung betrachten: Letzte Woche ist Ferdinand Ebners Hauptwerk „Das Wort und die geistigen Realitäten – Pneumatologische Fragmente” im Berliner LIT-Verlag erschienen. Nach dem letzten Abdruck des 1921 erstmals im Innsbrucker Brenner-Verlag veröffentlichten Buches vor mehr als dreißig Jahren, tat eine Neuveröffentlichung Not. Diese liegt nun – vollständig kommentiert – vor.
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