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Vortrag von Franz M. Wuketits über „Ethik und Leben“, 5.5.2014, Wien

Ernst Pavelka | | 19.04.14

„Jede ethische Lebensauffassung wird notwendig einmal vor die Frage gedrängt, ob Ethos und Lebenswirklichkeit miteinander vereinbar seien.“ (Ferdinand Ebner)

Am 5. Mai 2014, 18:30 Uhr wird an der Universität Wien, Neues Institutsgebäude, Hörsaal 2i die Präsentation der Erstveröffentlichung von Ferdinand Ebners Frühwerk „Ethik und Leben – Fragmente einer Metaphysik der individuellen Existenz“ über die Bühne gehen.

Wir freuen uns sehr, dass wir zu diesem Behufe den Wiener Philosophen Franz M. Wuketits zu einem Vortrag über „Ethik und Leben“ bewegen konnten:

Download Plakat Vortrag Wuketits – Leben und Ethik, Moral im Fluss der menschlichen Existenz

Aus der Sicht einer evolutionären Ethik ist Moral im (menschlichen) Leben tief verwurzelt. Mo­ralvorstellungen müssen, um auch verwirklicht werden zu können, grundsätzlich „lebbar“ sein und dürfen am (menschlichen) Leben nicht vorbeigehen. Moral befindet sich ständig im Fluss, Vorstellungen von Moral ändern sich mit der Lebenswirklichkeit. Jede idealistische Ethik, die an unwandelbaren Werten und Normen festhält, ist mittel- bis langfristig zum Scheitern verurteilt, weil sie eben den Wandel der Lebenswirklichkeit ignoriert. Der Mensch ist von Natur aus ein soziales Lebewesen, jede Begegnung eines „Ich“ mit einem „Du“ fordert daher moralische Re­flexionen heraus. Als soziale Lebewesen sind Menschen geradezu gezwungen, miteinander zu kooperieren und sich gegenseitig ihre Hilfe angedeihen zu lassen. Moral entsteht somit not­wendigerweise aus dem Automatismus des sozialen Lebens heraus.

Franz M. Wuketits

geb. 1955. Studium der Zoologie, Paläontologie, Philosophie und Wissenschaftstheorie an der Universität Wien, Promotion 1978, Lehrbefugnis 1980 ebendort. Seither Lehrtätigkeit am Institut für Philosophie (Schwerpunkt Philosophie der Biowissenschaften) der Universität Wien, sowie Lehraufträge und Gastprofessuren an mehreren anderen Universitäten (Universität Graz 1987-2004, Technische Universität Wien 1998-2003, Universität der Balearen in Palma de Mallorca, 2006, 2008, 2009, 2010). Seit 2002 Vorstandmitglied des Konrad Lorenz Instituts für Evolutions- und Kognitionsforschung in Altenberg an der Donau (Niederösterreich). Wissenschaftlicher Beirat mehrerer Institutionen und Gesellschaften, u. a. Freie Akademie Berlin. Beirat in verschiedenen wissenschaftlichen Zeitschriften, u. a. „Biological Theory“, „La Nuova Critica“„Ludus Vitalis“. Autor von etwa 500 Veröffentlichungen (darunter 41 Büchern) und Herausgeber oder Mitherausgeber von 15 Sammelbänden.

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