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Christian Paul Berger: Das Wort in der Natur - Ferdinand Ebner und Henri de Lubac

Ernst Pavelka | | 29.01.09

“Als der Mensch im Anfange seiner Zeit das erste Wort als Wort und nicht nur als Schall hörte; als er selber sein erstes Wort sprach – da ging ihm das Licht seiner inneren Welt auf, und das Geheimnis seines Lebens wurde ihm offenbar. Es muß aber dann einen Augenblick gegeben haben, wo jenes Licht sich wieder verdunkelte und jenes Geheimnis vor dem Menschen sich verschloß, und das war der Augenblick des Abfalls von Gott.” (Ferdinand Ebner: Das Wort und die geistigen Realitäten. Pneumatologische Fragmente. Fragment 8)

“Natur ist ebensosehr Verfall wie Aufstieg.” (Christian Paul Berger)

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Nach Henri de Lubac lässt sich Natur nur dann als Schöpfung verstehen, wenn man eine Übernatur in Betracht zieht. Diese Übernatur ist durch das Wort bestimmt. Sie ist eine niedrigere Form des Lógos, ein Protológos, ein Urwort. Sie beinhaltet alle grundlegenden Phänomene der Natur wie Abstimmung und Ordnung und ermöglicht es so erst, dass der Mensch sich ein Bild von der Natur machen kann. In einer bisher beispiellosen Parallelführung der beiden großen Denker Ferdinand Ebner und Henri de Lubac gelingt es Christian Paul Berger, die im Urwort angelegte personale Struktur der Natur als Basis jedweder Naturerkenntnis offenzulegen. Indem er das Denken Ferdinand Ebners durch das von Henri de Lubac weiterentwickelt, macht er den Dialogischen Personalismus für die Interpretation der modernen Erfahrungswissenschaften fruchtbar.

Christian Paul Berger unterrichtet an der Handelsakademie Bregenz. Er studierte Mathematik, Philosophie und Germanistik an der Universität Innsbruck. Er war wissenschaftlicher Mitarbeiter am Forschungsinstitut Brenner-Archiv in Innsbruck und nahm 1998 am Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb in Klagenfurt teil. Zahlreiche Veröffentlichungen im philosophischen und literarischen Bereich sowie Auftritte bei Vortrags- und Diskussionsveranstaltungen kennzeichnen seinen Lebenslauf. So hielt er beim von der Internationalen Ferdinand-Ebner-Gesellschaft organisierten Ferdinand-Ebner-Symposium in Gablitz bei Wien 2007 einen Vortrag mit dem Titel “Das Wort in der Natur – Emphatische Naturwissenschaften”. Insidern ist Christian Paul Berger bekannt für seine exzellenten Beziehungen zu den unterschiedlichsten Größen des gegenwärtigen Geisteslebens.

Beim Vortrag von Christian Paul Berger handelt es sich um den zweiten Vortrag der neuen von der Internationalen Ferdinand-Ebner-Gesellschaft organisierten Veranstaltungsreihe und gleichzeitig um den ersten im Haus der Begegnung in Innsbruck stattfindenen Vortrag. In den kommenden Monaten werden insgesamt 10 Veranstaltungen der Internationalen Ferdinand-Ebner-Gesellschaft im Haus der Begegnung stattfinden. Wir möchten uns an dieser Stelle beim Haus der Begegnung für die Kooperation bei der Organisation der Vortragsreihe bedanken.

Weitere geplante Vorträge:

28.3.2009 Silvano Zucal (Trient): Pneuma und “communitas” bei Ferdinand Ebner
26.6.2009 Jaroslaw Jagiello (Krakau): Logos und Glaube im “secular age”. Zur religionsphilosophischen Aktualität des Ebnerschen Denkens

Desweiteren bemühen wir uns gerade, Julio Puente López, den spanischen Übersetzer von Ferdinand Ebners Werk, für einen Vortrag in Innsbruck zu gewinnen.

Hingewiesen sei auch auf das für September 2009 gemeinsam mit dem Philosophieinstitut der Universität Trient geplante Vertiefungssymposium zu Ferdinand Ebner in Brixen/Südtirol.

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