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Internationale Ferdinand Ebner-Gesellschaft: Über Ebner

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Das Ebnersche Denken

Ferdinand Ebner zählt zu den bedeutendsten österreichischen Denkern des 20. Jahrhunderts. In seinem Hauptwerk Das Wort und die geistigen Realitäten: Pneumatologische Fragmente verbindet er den die Philosophie am Beginn des Jahrhunderts kennzeichnenden “linguistic turn“ mit der Existenzphilosophie Kierkegaards zu einem neuen Ansatz, mit dem er traditionelle philosophische Probleme (z.B. die “Existenz des Anderen”) zu lösen versucht und die christliche Theologie auf eine neue Grundlage stellt. Im Mittelpunkt seines “dialogischen Denkens” steht die Annahme, dass – anders als in der Philosophie von Descartes oder der Deutschen Idealisten – das Bewußtsein des menschlichen Individuums nicht isoliert existiert, sondern in Relation zu einem Du steht, von dem seine Existenz abhängig ist. Das Du, mit dem das menschliche Ich letztlich verbunden ist, ist das Du Gottes. Seinen Grundgedanken verbindet Ebner mit eingehenden Erörterungen über die zentrale Funktion der Sprache. Für ihn ist die Sprache im Bereich der geistigen Realitäten von Ich und Du kein Vehikel zur Bezeichnung von Dingen, sondern eine die Personalität des Menschen schaffende Kraft. In der Sprache erhält die Beziehung zwischen Ich und Du ihren objektiven Ausdruck, während sie in der Liebe, die ebenfalls den Menschen zur ersten bzw. zweiten Person macht, ihren subjektiven Ausdruck erhält.

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