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Internationale Ferdinand Ebner-Gesellschaft: Die Ebner-Gesellschaft bei den Tischner-Tagen in Chojnice

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Die Ebner-Gesellschaft bei den Tischner-Tagen in Chojnice

Ernst Pavelka | | 30.11.16

Von Krzysztof Skorulski

Von 9-10. November 2016 fand in Chojnice (Polen) mit den „Tischner-Tagen“ ein Symposium, bei dem auch Ferdinand Ebner zur Sprache kam, statt. Józef Tischner (1931-2000) war ein international bekannter polnischer Dialogphilosoph, der u.a. den Ferdinand Ebner in Polen popularisierte. In den Vorträgen wurden dementsprechend insbesondere die Verbindungen und Unterschiede zwischen den beiden Denkern zur Sprache gebracht. Der Event wurden von lokalen Medien begleitet.

Veranstalter waren neben der der Stadt Chojnice die polnischen Mitglieder der Internationalen Ferdinand-Ebner-Gesellschaft. Indem es erstnals gelungen ist, alle polnischen Ebner-Experten an einem Ort zu versammeln, konnte ein weiterer wichtiger Schritt in Richtung der Entstehung iner eigenen polnischen Sektion der Gesellschaft gesetzt werden.

Der Hauptmarkt von Chojnice
Der Hauptmarkt von Chojnice (© Krzysztof Skorulski, 2016).

Das Symposium begann mit einer Buchpräsentation der zweiten, korrigierten Ausgabe der polnischen Übersetzung der „Fragmente“ in der Stadtbibliothek, bei welcher der Übersetzer Krzysztof Skorulski einen Vortrag hielt. Die Neuausgabe wurde u.a. um ein über 60 Seiten langes Nachwort des Übersetzers erweitert, das dem polnischen Leser die Entstehung der Fragmente erklärt. Es werden darin die Bezüge Ebners zu Karl Kraus, Otto Weininger, Joseph M. Hauer, zur Psychoanalyse, zu Sören Kierkegaard, Hamann und natürlich zum „Brenner“ mitsamt seinem Herausgeber Ludwig von Ficker sowie bekannten Brenner-Autoren wie Theodor Haecker und Carl Dallago besprochen. Dem Leser soll auf diese Weise die geistige Atmosphäre, in der die „Fragmente“ entstanden und wirkten, näher gebracht werden und somit das Werk selber verständlicher gemacht werden.

Dr. Krzysztof Skorulski bei der Präsentation der polnischen Neuausgabe der Fragmente
Dr. Krzysztof Skorulski bei der Präsentation der polnischen Neuausgabe der Fragmente (© Krzysztof Skorulski, 2016).

Am 10. November folgte dann unter dem Titel „Dialogphilosophie von Ebner zu Tischner“ im großen Rathaussaal und in Anwesenheit des Vize-Bürgermeisters der Stadt Chojnice das eigentliche Symposium mit einigen Beiträgen und einer lebhaften wie sehr kompetenten Diskussion. Zwei öffentliche Vorträge dienten als Abschluss des Events – einer von Prof. Tadeusz Gadacz für die Jugend in einem der lokalen Gymnasien und einer von Prof. Jarosław Jagiełło in einem städtischen Saal.

chojnice
Chojnice (© Krzysztof Skorulski, 2016).

Die Stadt Chojnice (zu deutschen Zeiten: Konitz) ist – nebenbei erwähnt – der Geburtsort eines mit dem Brenner-Kreis verbundenen und die „Brennerianer“ (darunter Ferdinand Ebner) auf dem französischen Boden popularisierenden Sorbonne-Professors, Paul Lenz-Médoc. In seinem Artikel „Karl Kraus und die Benner-Philosophen“ erzählt er diesbezüglich eine interessante Geschichte: 1934 traf er in München Theodor Haecker und fragte ihn, wieso er überhaupt noch nicht verhaftet wurde. Daraufhin soll Haecker geantwortet haben: „Diese Leute lesen nicht!“. So kann man nicht ganz ohne Grund behaupten, dass die Stadt Chojnice seit langem mit Ferdinand Ebner verbunden ist.

Das Treffen hat von allen Seiten viel Lob und Anerkennung geerntet. Die Teilnehmer betonten die wunderbare, offene Stimmung, die Stadt und die lokalen Medien lobten das hohe Niveau der Veranstaltungen. An eine Wiederholung in den nächsten Jahren wird gedacht.

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