Peter Kampits: „Gegen den Traum vom Geist – Ferdinand Ebner und Emmanuel Levinas“

„Im Verhältnis des Ichs zum Du in seiner Verwirklichung hat der Mensch sein wahres geistiges Leben; nicht aber darin, worin man es am liebsten sieht: daß er in Poesie und Kunst, Philosophie und mythischen Religionen – und sei es auch noch so genial – vom Geiste träumt. Alle Kultur war bisher nichts anderes und wird niemals etwas anderes sein als ein Traum vom Geist, den der Mensch in der Icheinsamkeit seiner Existenz, abseits von den geistigen Realitäten des Lebens träumt und dessen inneres Gesetz er vornehmlich in der ‘Konzeption der Idee’ empfing“ (mehr …)

Gedanken für den Tag von Ferdinand Ebner (Radio Ö1, 30.1. – 4.2.2012, jeweils 6:56 Uhr)

„Mit den Fürwörtern Ich und Du hat es eine besondere Bewandtnis. Sie sind im konkreten Gebrauch nicht Stellvertreter eines Substantivs im Satze, nicht die Vertreter eines Nomens im allgemeinen oder eines Personennamens im besonderen, sondern stehen in der eben durch das „Wort“ geschaffenen und objektiv gemachten geistigen Sphäre „unmittelbar“ für die „Person“ selbst. […] In der Konkretheit ihres Ausgesprochenwerdens sind das Ich und das Du die geistigen Realitäten des Lebens.“ (Ferdinand Ebner: Das Wort und die geistigen Realitäten. Pneumatologische Fragmente, Fragment 2) (mehr …)

Der Schreier in der Wüste (Vortrag von Peter Hodina)

„Alles, was im Menschen, je mehr es aus der Tiefe des Lebens kommt, Wort wird, hat seinen rechten Sinn und seine eigentliche Wahrheit darin, daß es das Du nicht verfehlt. Wahrheit ist dasjenige, wodurch ein Gedanke Bestand und Wesentlichkeit hat, und es gibt keine Wahrheit eines wortgewordenen Gedankens, die absolut unabhängig von der Beziehung des Wortes zum Du bestünde, das es, ideell oder konkret, anspricht. ‘Objektive’ Wahrheit gibt es nur an der abstrakten Oberfläche des Seins – und des Denkens und auch sie ist am Ende keine Wahrheit ‘an sich’. Die Beziehung zum rechten Du ist es, die den wortgewordenen Gedanken zur ‘objektiven’ Wahrheit macht.“ (mehr …)

Der Schreier in der Wüste (Vortrag von Peter Hodina)

„Alles, was im Menschen, je mehr es aus der Tiefe des Lebens kommt, Wort wird, hat seinen rechten Sinn und seine eigentliche Wahrheit darin, daß es das Du nicht verfehlt. Wahrheit ist dasjenige, wodurch ein Gedanke Bestand und Wesentlichkeit hat, und es gibt keine Wahrheit eines wortgewordenen Gedankens, die absolut unabhängig von der Beziehung des Wortes zum Du bestünde, das es, ideell oder konkret, anspricht. ‘Objektive’ Wahrheit gibt es nur an der abstrakten Oberfläche des Seins – und des Denkens und auch sie ist am Ende keine Wahrheit ‘an sich’. Die Beziehung zum rechten Du ist es, die den wortgewordenen Gedanken zur ‘objektiven’ Wahrheit macht.“ (mehr …)

Tagebuch 1917 erschienen

„Man kann kein Tagebuch über sein Leben führen, ohne dabei auch sein Leben einer Transformierung zu unterziehen. In unserem Erleben haben wir unser Leben, aber auch die Welt mit der ihr innewohnenden ‘Tendenz zum Chaos’ . Ein Tagebuch führen ist immer der Versuch, in diesem Chaos zu gestalten. Der Versuch, den Sinn des Lebens zu retten. Denn in dieser Tendenz zum Chaos droht der Sinn des Lebens in jedem Augenblicke verloren zu gehen.“ (Tagebuch 1917, 8.2.1917) (mehr …)

Tagebuch 1917 erschienen

„Man kann kein Tagebuch über sein Leben führen, ohne dabei auch sein Leben einer Transformierung zu unterziehen. In unserem Erleben haben wir unser Leben, aber auch die Welt mit der ihr innewohnenden ‘Tendenz zum Chaos’ . Ein Tagebuch führen ist immer der Versuch, in diesem Chaos zu gestalten. Der Versuch, den Sinn des Lebens zu retten. Denn in dieser Tendenz zum Chaos droht der Sinn des Lebens in jedem Augenblicke verloren zu gehen.“ (Tagebuch 1917, 8.2.1917) (mehr …)

Lucia Ebner (11.4.1929-2.6.2011) – Nachruf

Am 2. Juni 2011 ist Lucia Ebner in Wien verstorben. Mit tiefer Betroffenheit hat die Internationale Ferdinand-Ebner-Gesellschaft ihren Tod zur Kenntnis genommen – war sie doch nicht nur Ferdinand Ebners Schwiegertochter, sondern auch tatkräftige Unterstützerin der geistigen Bewahrung und Verbreitung des Wirkens und Denkens Ferdinand Ebners. (mehr …)

Lucia Ebner (11.4.1929-2.6.2011) – Nachruf

Am 2. Juni 2011 ist Lucia Ebner in Wien verstorben. Mit tiefer Betroffenheit hat die Internationale Ferdinand-Ebner-Gesellschaft ihren Tod zur Kenntnis genommen – war sie doch nicht nur Ferdinand Ebners Schwiegertochter, sondern auch tatkräftige Unterstützerin der geistigen Bewahrung und Verbreitung des Wirkens und Denkens Ferdinand Ebners. (mehr …)